Wie lange bleibt Stress im Körper?
Stress gehört zum Leben dazu – doch was passiert, wenn er bleibt? Sobald wir uns bedroht oder überfordert fühlen, schüttet der Körper Stresshormone wie Cortisol aus. Das ist zunächst völlig normal. Problematisch wird es erst, wenn der Körper nicht mehr aus dem Alarmmodus herauskommt.
Ein dauerhaft erhöhter Spiegel an Stresshormonen kann den Regulationskreislauf im Körper nachhaltig stören. Und das hat Konsequenzen: Schlafstörungen, innere Unruhe, Konzentrationsschwäche oder sogar körperliche Erkrankungen können die Folge sein.Wie schnell sich der Körper davon erholt, hängt stark davon ab, wie lange und wie intensiv der Stress war. „Ist der Stresshormon-Regelkreis erst einmal nachhaltig gestört, kann seine Erholung Monate bis Jahre dauern“, erklärt Professor Dr. med. Jörg Bojunga von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Diese Aussage zeigt: Es reicht nicht, einfach mal „zur Ruhe“ zu kommen. Der Körper braucht gezielte Unterstützung, um ins Gleichgewicht zurückzufinden.
Doch es gibt Hoffnung: Mit ausreichend Schlaf, regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft, einer ausgewogenen Ernährung und Techniken wie Meditation oder Atemübungen kann der Körper langsam wieder herunterfahren. Wichtig ist, frühzeitig auf Zeichen wie Dauererschöpfung oder Reizbarkeit zu achten – und etwas dagegen zu tun, bevor sich die Belastung tief im Körper festsetzt.
Der Abbau von Stresshormonen ist kein Sprint, sondern ein langsamer Prozess der Regeneration. Wer ihm Zeit gibt, tut nicht nur seiner Psyche, sondern auch seinem Hormonsystem einen dauerhaften Gefallen.
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