Wie sieht das Christkind wirklich aus?

Die Vorstellung vom Christkind ist in vielen Familien fest verankelt – besonders zur Weihnachtszeit. Doch wie sieht es eigentlich aus, das Christkind? In Wirklichkeit gibt es keine einheitliche Antwort, aber künstlerisch wurde es über die Jahrhunderte hinweg immer wieder dargestellt.

Meist wird das Christkind als blondes, sanft lächelndes Kind mit kleinen Flügeln und einem goldenen Heiligenschein gezeigt. Diese Vorstellung reicht weit zurück: Bereits im Hochmittelalter fanden sich in Kirchen und Klöstern Skulpturen des Jesuskindes, die als Andachtsbilder dienten. Die Kunstgeschichte nennt diese Darstellungen schlicht „Christkind“.

Interessant ist, dass das Christkind nicht nur ein Symbol für die Geburt Jesu ist, sondern in manchen Regionen, vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch als unsichtbarer Weihnachtsbote gilt – ähnlich wie der Weihnachtsmann, nur viel zarter und geheimnisvoller. Während der Weihnachtsmann Geschenke bringt, wird im süddeutschen Raum oft gesagt: „Das Christkind hat es gebracht.“

Die Gestalt vereint somit religiöse Bedeutung mit volkstümlichem Brauchtum. Ob als hölzernes Figürchen auf der Krippe, als Kerze tragendes Engelchen auf der Weihnachtskarte oder als kostümierter Besucher im Advent – das Bild des Christkinds bleibt stets eines: friedvoll, kindlich und voller Licht.

Letztlich bleibt seine wahre Gestalt wohl ein Geheimnis – doch was zählt, ist die Freude, die diese Vorstellung jedes Jahr aufs Neue in die Herzen der Menschen bringt.

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