Wie sich eine Schilddrüsenunterfunktion im Gesicht zeigt
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, verändert sich der Körper langsam – und das betrifft oft als Erstes das äußere Erscheinungsbild. Das Gesicht kann dabei charakteristische Anzeichen zeigen, die auf ein gestörtes Hormongleichgewicht hinweisen.
Viele Betroffene leiden unter anhängenden Augenlidern und einem müden, schweren Blick. Die Augenpartie wirkt geschwollen, oft begleitet von einer allgemeinen Gesichtsschwellung – besonders morgens nach dem Aufwachen. Diese Schwellung entsteht, weil der verlangsamte Stoffwechsel Flüssigkeit im Gewebe einlagert.
Auch Haut und Haare verändern sich deutlich. Das Haar wird zunehmend dünner, spröde und trocken, besonders an den Schläfen und im Bereich der Augenbrauen. Die Kopfhaut kann schuppig sein. Genauso leidet die Gesichtshaut: Sie wird rau, trocken, dick und neigt zu Schuppen. Manchmal wirkt sie blass oder leicht gelblich, weil sich Karotinoide in der Haut ablagern.
Diese Veränderungen entwickeln sich meist schleichend. Viele Menschen erkennen sie erst, wenn sie intensiver werden. Doch gerade die Gesichtsmerkmale können Ärzten einen ersten Hinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung geben. Spätestens bei länger anhaltender Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Kälteempfindlichkeit lohnt es sich, die Schilddrüse untersuchen zu lassen.
Mit einer gezielten Hormonersatztherapie lassen sich die Symptome meist gut behandeln – und auch das Erscheinungsbild kann sich wieder normalisieren.
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