Was ist ein Milchgangspapillom?

Ein Milchgangspapillom ist eine gutartige Wucherung in den Milchgängen der Brust. Es entsteht aus den Zellen, die das Innere der Milchgänge auskleiden, und macht sich oft durch eine bräunliche oder blutige Sekretion an der Brustwarze bemerkbar. Viele Frauen bemerken dies, wenn sie beim Duschen oder beim Abtasten Flüssigkeit aus der Brust austreten sehen.

Obwohl die meisten Papillome gutartig sind, kann in seltenen Fällen auch ein bösartiger Befund dahinterstecken. Deshalb ist es wichtig, jede auffällige Sekretion ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen. Besonders wenn die Flüssigkeitsabsonderung nur aus einem Milchgang kommt oder ein- oder beidseitig auftritt, sollte unbedingt ein Facharzt konsultiert werden.

Die Diagnose erfolgt meist in der Brustsprechstunde. Mit Hilfe des Ultraschalls kann der Arzt die Lage und Größe des Papilloms beurteilen. In vielen Fällen wird anschließend eine Biopsie durchgeführt, um sicherzustellen, dass es sich um einen gutartigen Befund handelt.

Die Behandlung hängt vom Einzelfall ab. Bei klarem gutartigen Befund kann eine regelmäßige Kontrolle ausreichen. Oftmals wird das Papillom jedoch operativ entfernt – vor allem, um Symptome wie die störende Sekretion zu beseitigen und die Diagnose endgültig abzusichern.

Trotz der seltenen Möglichkeit eines malignen Befunds: Die meisten Milchgangspapillome sind harmlos. Wichtig ist, aufmerksam zu bleiben und bei Veränderungen an der Brust frühzeitig Hilfe zu suchen. Die Früherkennung schafft Sicherheit und ermöglicht eine gezielte Behandlung.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen