Wie sich deutsche Rentner in Frankreich krankenversichern
Immer mehr deutsche Rentner zieht es nach Frankreich – sei es wegen des milden Klimas, der reichen Kultur oder der Lebensqualität. Wer jedoch dauerhaft im Nachbarland leben möchte, sollte wissen, wie die Krankenversicherung geregelt ist.
Grundsätzlich bleiben deutsche Rentner, die ihren Hauptwohnsitz nach Frankreich verlegen, in der Regel über die gesetzliche deutsche Rentenversicherung krankenversichert. Dies funktioniert über die sogenannte „Krankenversicherung im Europäischen Wirtschaftsraum“: Mithilfe der EHIC (europäische Krankenversicherungskarte) können sie medizinische Leistungen in Frankreich in Anspruch nehmen, oft ohne vorab zahlen zu müssen.
Wichtig ist, dass der Aufenthalt legal geregelt ist. Deutsche Rentner benötigen eine Aufenthaltsgenehmigung, die in der Regel für fünf Jahre erteilt wird. Diese kann meist ohne größere Hürden verlängert werden. Für die Beantragung ist ein Nachweis über ausreichende Rente, eine Krankenversicherung und eine Wohnadresse in Frankreich erforderlich.
Obwohl die EHIC hilfreich ist, empfiehlt es sich oft, eine private Zusatzversicherung abzuschließen, die Leistungen abdeckt, die in Frankreich nicht automatisch übernommen werden – etwa bestimmte Medikamente oder Transportkosten. Manche wählen auch eine französische Krankenversicherung, um direkteren Zugang zum Gesundheitssystem zu haben.
Wer plant, im Alter in Frankreich zu leben, sollte sich frühzeitig über die Vorschriften informieren. Mit der richtigen Vorbereitung ist der Traum vom Leben im Süden aber gut realisierbar – und medizinisch sicher abgesichert.
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