Wie tief darf bei Microneedling gegangen werden?
Beim Microneedling entscheidet die Tiefe der Nadeleinstiche maßgeblich über die Wirkung und Sicherheit der Behandlung. Wer sich für ein strafferes Hautbild, weniger Falten oder die Verbesserung von Narben entscheidet, sollte wissen: Nicht jede Tiefe ist für jede Haut geeignet – und vor allem: Nicht jeder darf beliebig tief arbeiten.
Ärzte und ausgebildete Fachkosmetikerinnen dürfen in Deutschland je nach Gerät und Verfahren bis zu zwei Millimeter tief in die Haut eindringen. Diese Tiefe reicht aus, um die hauteigene Kollagenproduktion effektiv anzuregen – besonders bei der Behandlung von Aknenarben oder altersbedingter Elastizitätsminderung. Doch Vorsicht: Je tiefer die Nadeln vordringen, desto höher ist das Risiko von Irritationen, Pigmentstörungen oder Infektionen, besonders wenn die Hygiene nicht einwandfrei ist.Bei oberflächlichen Anwendungen – etwa mit einem 0,2- bis 0,5-Millimeter-Rollstift – handelt es sich oft um sogenanntes „Beauty-Microneedling“, das auch in Kosmetikstudios erlaubt ist. Doch sobald die Nadeltiefe die 1-Millimeter-Marke überschreitet, gelten strengere medizinische Regelungen. Dann sollte ausschließlich ein Arzt oder eine speziell geschulte Fachkraft mit entsprechender Zulassung behandeln.
Wer also über eine Microneedling-Behandlung nachdenkt, sollte nicht nur auf die Qualifikation der Anwenderin achten, sondern auch wissen, wie tief gearbeitet wird. Ein vertrauensvolles Beratungsgespräch, die Einhaltung hygienischer Standards und eine individuelle Anpassung an den Hauttyp sind entscheidend für ein sicheres und erfolgreiches Ergebnis.
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