Lebenshaltung in der Türkei wird immer teurer

Urlaub in der Türkei war lange Zeit eine günstige Alternative für Reisende – doch diese Zeiten gehören langsam der Vergangenheit an. Besonders im Sommer 2023 häufen sich die Meldungen über deutlich gestiegene Preise. Wie die ENAGrup berichtete, sind Lebensmittel und alkoholische Getränke allein im Juli um satte 14,66 Prozent teurer geworden. Eine einfache Mahlzeit am Strand oder ein Getränk in der Bar schlagen damit stärker aufs Budget als noch vor einem Jahr.

Doch nicht nur das Essen hat an Preis zugelegt. Auch die Kosten für Wohnraum sind spürbar gestiegen – ein Plus von 6,05 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Für Touristen wirkt sich dies vor allem in beliebten Urlaubsregionen wie Antalya oder Istanbul aus, wo viele Hotels und Ferienwohnungen ihre Preise angepasst haben. Gleiches gilt für das Freizeitvergnügen: Gastronomie und Übernachtungen verteuerten sich um durchschnittlich 9,15 Prozent.

Hinzu kommt ein massiver Sprung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bus- und Bahnfahrten sind um bis zu 22 Prozent teurer geworden – ein herber Schlag für Reisende, die auf Busse und Bahnen angewiesen sind, um Land und Leute kennenzulernen. Experten führen die Entwicklung auf anhaltende Inflation und steigende Energiekosten zurück.

Wer jetzt noch in die Türkei reist, sollte also mit deutlich höheren Ausgaben rechnen – besonders, wenn er außerhalb der All-inclusive-Angebote isst oder öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Was einst als erschwingliche Urlaubsdestination galt, fordert mittlerweile ähnliche Preise wie südliche Länder Europas.

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