Wie viel Eigenkapital braucht man, um in der Schweiz ein Haus zu kaufen?

Wer in der Schweiz ein Eigenheim erwerben möchte, muss in der Regel mindestens 20 Prozent des Immobilienwerts als Eigenkapital beisteuern. Diese Regelung dient als finanzielle Sicherheit für Banken und hilft, das Risiko bei Immobilienkrediten zu minimieren. Der genaue Betrag basiert auf dem sogenannten Belehnungswert – also dem niedrigeren Wert zwischen Kaufpreis und Verkehrswert der Liegenschaft.

Das bedeutet: Selbst wenn der Kaufpreis hoch ist, entscheidet der offizielle Verkehrswert darüber, wie viel geliehen werden kann. Ist der Verkehrswert niedriger, wird dieser massgebend. Die restlichen 80 Prozent können dann über eine Hypothek finanziert werden. Dabei achten Schweizer Banken streng auf die Kreditwürdigkeit und verlangen oft zusätzliche Rücklagen, beispielsweise für Renovationen oder unerwartete Ausgaben.

Ein stabiles Einkommen, eine gute Bonität und eine langfristige Planung sind daher entscheidend. Viele Schweizer nutzen zudem die Einzahlungen in die Säule 3a, um zusätzliches Eigenkapital anzusparen – ein legaler Weg, um Steuern zu sparen und gleichzeitig den Traum vom Eigenheim voranzutreiben.

Ob sich ein Hauskauf lohnt, hängt von persönlichen Umständen ab: Lebensplanung, berufliche Stabilität und die aktuelle Zinssituation spielen eine grosse Rolle. Während Immobilien in der Schweiz langfristig oft an Wert gewinnen, erfordert der Erwerb eine solide finanzielle Basis und Geduld.

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