Wie viel Geld haben Jugendliche wirklich zur Verfügung?

Die Frage nach dem ersten eigenen Geld ist für viele Teenager ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Studien wie die Postbank Jugend-Digitalstudie zeigen ein interessantes Bild: Jugendliche in Deutschland verfügen im Durchschnitt über fast 200 Euro im Monat. Genau genommen liegt der Betrag im Schnitt bei rund 195 Euro. Dieses Geld setzt sich meist aus verschiedenen Quellen zusammen und markiert den Beginn der finanziellen Eigenverantwortung.

Die unangefochtene Haupteinnahmequelle bleibt das klassische Taschengeld. Rund 80 Prozent der 16- bis 18-Jährigen erhalten eine regelmäßige Unterstützung von den Eltern. Doch mit fortschreitendem Alter reicht das Taschengeld oft nicht mehr aus, um alle Wünsche zu erfüllen. Viele Jugendliche bessern ihr Budget daher durch Nebenjobs, Geldgeschenke von Verwandten zu Geburtstagen oder durch kleinere Gefälligkeiten im Alltag auf. Ob der klassische Schülerjob beim Bäcker, Nachhilfeunterricht oder das Austragen von Zeitungen – die Eigeninitiative wächst spürbar.

Was machen Teenager mit so viel Geld? Die Prioritäten haben sich in den letzten Jahren stark in Richtung digitale Konsumgüter verschoben. Neben Kleidung, Freizeitaktivitäten mit Freunden und Snacks fließt ein erheblicher Teil des Budgets in Streaming-Abos, Gaming und Online-Shopping. Gleichzeitig gewinnt das Thema Sparen an Bedeutung: Viele Jugendliche legen bewusst einen Teil ihres Geldes beiseite, um sich größere Wünsche wie den Führerschein, das erste eigene Smartphone oder eine Reise nach dem Schulabschluss zu finanzieren. Der Umgang mit den knapp 200 Euro ist somit eine wichtige Generalprobe für das spätere Leben.

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