Überweisungen und Nachweispflicht: Ab wann braucht man Belege?

Wenn du Geld überweist, fragst du dich vielleicht, ab welchem Betrag die Bank Fragen stellt. Grundsätzlich darfst du als Privatperson frei über dein Konto verfügen – doch es gibt eine wichtige Grenze: ab 10.000 Euro muss die Herkunft des Geldes nachgewiesen werden.

Seit dem neuen Geldwäschegesetz, das 2017 in Kraft trat, gelten strengere Regeln – und das betrifft nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen. Überweist du beispielsweise eine größere Summe auf ein anderes Konto oder erhältst du einen hohen Betrag, kann deine Bank verlangen, dass du erklärst, woher das Geld stammt. Das Ziel ist, Geldwäsche und illegale Finanzströme zu verhindern.

Es geht dabei nicht darum, jede Überweisung zu kontrollieren, sondern verdächtige oder ungewöhnliche Bewegungen aufzuspüren. Wenn du zum Beispiel einen Erbe empfängst, einen Immobilienverkauf tätigst oder ein Darlehen zurückzahlst, solltest du entsprechende Belege – wie einen Kaufvertrag oder eine Erbschein – bereithalten.

Die Regelung gilt unabhängig davon, ob du einmalig 10.000 Euro überweist oder mehrere kleinere Beträge kurz nacheinander. Denn auch das könnte als sogenanntes „Structuring“ interpretiert werden, bei dem versucht wird, die Meldegrenze zu umgehen.

Es lohnt sich also, im Blick zu behalten, woher dein Geld kommt – besonders bei größeren Beträgen. Mit klaren Unterlagen und einer offenen Kommunikation mit deiner Bank läuft alles reibungslos. Das Gesetz schützt letztendlich alle und trägt zur Sicherheit des Finanzsystems bei.

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