Wie viel kostet die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung?
Wer selbstständig arbeitet oder aus der Pflichtversicherung ausgeschieden ist, kann sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern. Die Beiträge richten sich nach der selbst gewählten Bemessungsgrundlage – mit einem Mindestbetrag, der sich nach der sogenannten Mindestbemessungsgrundlage von aktuell 1.178,33 € monatlich richtet.
Für Selbstständige, die keinen Anspruch auf Krankengeld benötigen, liegt der monatliche Mindestbeitrag bei etwa 185 €. Wer hingegen Krankengeld beanspruchen möchte – zum Beispiel im Falle einer längeren Arbeitsunfähigkeit – zahlt etwas mehr: aktuell etwa 192,07 € pro Monat. Dieser Unterschied ergibt sich aus der zusätzlichen Beitragserhebung für die Krankengeldkasse.
Wichtig zu wissen: Der Beitrag setzt sich aus einem allgemeinen Krankenversicherungsanteil und einem eventuellen Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse zusammen. Einige Kassen verlangen darüber hinaus noch einen sozialen Ausgleichsbeitrag, besonders wenn keine Einkünfte vorliegen. Die endgültige Höhe hängt also nicht nur vom Einkommen ab, sondern auch von der Entscheidung, ob Krankengeld gewünscht wird und welche Krankenkasse gewählt wird.
Freiwillig Versicherte sollten daher genau prüfen, welches Angebot zu ihrer Situation passt – besonders wenn das Einkommen gering oder unregelmäßig ist. Eine Beratung bei der gewünschten Kasse kann helfen, den passenden Beitrag zu finden und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
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