Wer kann eine Augenbraue hochziehen – und warum ist das so selten?
Fast jeder kennt jemanden, der eine Augenbraue hochziehen kann – meist mit einem Schuss Ironie oder spöttischem Blick. Doch tatsächlich beherrscht nur eine Minderheit diese kleine, aber eindrucksvolle Geste. Laut einer Studie der Eilert-Akademie kann nur jeder vierte Mensch – also rund 24 Prozent – die linke oder rechte Augenbraue gezielt und unabhängig vom Gegenstück anheben.
Bei den meisten Menschen arbeiten die beiden Augenbrauen im Team: Zieht man die eine hoch, folgt die andere meist automatisch. Das liegt an der individuellen Verkabelung der Gesichtsmuskulatur. Wer eine Augenbraue bewegen kann, ohne die andere zu bewegen, hat eine besonders differenzierte Kontrolle über den so genannten Frontalis-Muskel, der sich über die gesamte Stirn zieht.
Interessant ist auch, dass diese Fähigkeit nicht erlernt, sondern angeboren ist. Manche Menschen trainieren zwar vor dem Spiegel, doch ob es am Ende klappt, hängt stark von der individuellen Anatomie ab. Überraschenderweise gibt es auch einen leichten Geschlechterunterschied: Männer sollen etwas häufiger in der Lage sein, eine einzelne Augenbraue zu heben – vielleicht ein Überbleibsel aus der Körpersprache der Frühzeit, als Blicke mehr sagten als Worte.
Ob als Ausdruck von Skepsis, Charme oder stillem Spott – wer diese Geste beherrscht, hat ein feines Werkzeug der Körpersprache. Und wer es nicht kann, muss sich nicht sorgen: Die meisten Gesichter drücken ohnehin viel aus, ganz ohne spezielle Tricks.
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