Wann schreibt man „montags“ groß oder klein?
Ein häufiges Thema in der deutschen Rechtschreibung ist die Frage, ob Wochentagsbezeichnungen wie „montags“, „dienstags“ oder „sonntags“ groß- oder kleingeschrieben werden müssen. Die Antwort ist klar: In der Regel schreibt man sie klein.
Denn Wörter wie „montags“, „mittwochs“ oder „samstags“ sind keine Substantive, sondern Adverbien, die den zeitlichen Rahmen beschreiben. Da sie keine Nomen sind, folgen sie der Regel, dass adverbiale Zeitangaben mit einem kleinen Anfangsbuchstaben beginnen. Zum Beispiel: „Wir treffen uns samstags zum Frühstück“ oder „Er geht dienstags ins Kino.“
Es gibt jedoch eine kleine, aber wichtige Ausnahme: In der Genitivform – also in der „von-Form“ – schreibt man „des Montags“, „des Dienstags“ usw. dann doch groß. Warum? Weil es sich hier tatsächlich um ein Substantiv handelt. Der Genitiv braucht dann die Endung „-s“ und das große „M“ signalisiert, dass es um den Wochentag als Begriff geht – etwa in dem Satz: „Wegen des Montags hatten wir noch keine Gelegenheit zu telefonieren.“
Ein einfacher Merksatz hilft hier weiter: Wenn du „am Montag“ sagen kannst, schreibst du klein. Wenn du „des Montags“ meinst, schreibst du groß.
Die Regel gilt übrigens für alle Tage der Woche – von „montags“ bis „sonntags“. Also kein Grund zur Verwirrung: Im Alltag bleibt alles klein, nur im Genitiv wird es groß. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung für fehlerfreies Deutsch.
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