„Rien ne va plus“ – „Nichts geht mehr!“

Der Ausdruck „Rien ne va plus“ stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt: „Es geht nichts mehr“. Bekannt ist er vor allem aus dem Kasino, wo er vom Croupier gerufen wird, sobald die Kugel im Roulettekessel sich dem Ende der Runde nähert. In diesem Moment dürfen keine weiteren Einsätze mehr getätigt werden – die Würfel sind gefallen, sozusagen.

Ursprünglich war der Satz aber mehr als nur ein Spielhöflichkeitsritual. Er symbolisierte den Punkt ohne Rückkehr, den Augenblick, in dem das Schicksal entschieden wird. Auch außerhalb des Kasinos hat die Redewendung bis heute eine gewisse Faszination. Sie taucht in Büchern, Filmen und Gesprächen auf, wenn es um Momente des Schicksals, um Hoffnung oder Verzweiflung geht.

Interessant ist, dass die korrekte Schreibweise „Rien ne va plus“ lautet – nicht „vas“. Der Fehler „vas“ statt „va“ taucht oft auf, besonders in informellen Texten oder aufgrund von Tippfehlern. Die korrekte Grammatik folgt hier dem französischen Sprachmuster: „ne“ als Verneinung und „va“ als dritte Person Singular von „aller“ (gehen). „Plus“ bedeutet hier „nichts mehr“.

Der genannte Datumsstempel – 10.03.2020 – könnte ein Hinweis darauf sein, dass an diesem Tag etwas Bedeutendes geschah, vielleicht ein persönlicher oder gesellschaftlicher Wendepunkt. In Zeiten großer Unsicherheit, wie zu Beginn der Pandemie, bekommt ein Satz wie „Rien ne va plus“ eine neue Tiefe: Dinge, die einmal selbstverständlich waren, funktionieren plötzlich nicht mehr.

So ist „Rien ne va plus“ mehr als ein Ausruf beim Roulette – er ist eine kleine Erinnerung daran, dass manche Dinge, sobald sie in Bewegung gesetzt sind, keinen Aufschub mehr dulden.

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