Wie viel Rente erhalten Schweden im Alter?
Wer in Schweden eine Altersrente erhält, profitiert von einem klaren und transparenten System. Die volle Garantierte Anpassungsrente steht denjenigen zu, die mindestens 40 Jahre lang in Schweden gewohnt haben. Diese Mindestzeit reicht aus, um Anspruch auf die maximale Leistung zu erhalten – unabhängig davon, ob man während dieser Zeit gearbeitet hat oder nicht.
Im Jahr 2019 betrug diese Rente das 2,13-Fache des sogenannten prisbasbelopp, also des jährlich angepassten Grundbetrags, der sich an der Entwicklung der Löhne orientiert. Damals entsprach dies etwa 99.045 SEK oder rund 9.112 Euro. Diese Summe soll einen existenzsichernden Lebensstandard gewährleisten und wird regelmäßig an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst.
Für jedes Jahr, das unter der 40-jährigen Wohnzeit bleibt, verringert sich die Rente um ein Vierzigstel. Wer also nur 30 Jahre in Schweden gelebt hat, erhält 10/40 weniger – also 25 % weniger als die volle Leistung. Diese Regelung macht das System besonders gerecht: Je länger man im Land gelebt hat, desto höher fällt die Rente aus.
Interessant ist auch, dass Schweden ein Umlageverfahren kombiniert mit kapitalgedeckten Elementen nutzt. Das bedeutet: Die Beiträge der Beschäftigten finanzieren direkt die Renten der Rentner, gleichzeitig fließt ein Teil in private Alterskonten, die individuell wachsen.
Deutsche, die in Schweden gearbeitet haben, können ihre Versicherungszeiten oft in die deutsche Rente einrechnen lassen. Über die europäische Sozialversicherungsabkommen wird dabei sichergestellt, dass niemand im Rentenalter ohne Absicherung dasteht.
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