Kurz gesagt

Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für den Urlaubsübertrag. Wie viele Tage ins nächste Jahr mitgenommen werden können, richtet sich nach der Absprache mit dem Arbeitgeber.

Das Wichtigste

  • Mindesturlaub: 4 Wochen, bei unter 20 Jährigen 5 Wochen
  • Gesetzlich kein Maximum für Übertrag
  • Arbeitgeber kann Resturlaub verlangen oder zulassen
  • Krankheit während Urlaub: Tage können nachgeholt werden
  • Frühzeitige Absprache verhindert Verlust von Ferientagen

In der Schweiz gibt es keine gesetzliche Obergrenze, wie viele Urlaubstage ins nächste Jahr übertragen werden dürfen; das entscheidet die Vereinbarung mit dem Arbeitgeber.

Grundlegender Urlaubsanspruch

Arbeitnehmer haben Anspruch auf mindestens vier Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr, bei Personen unter 20 Jahren sogar fünf Wochen. Der Arbeitgeber kann verlangen, dass der Urlaub im laufenden Kalenderjahr genommen wird.

Übertragung von Resturlaub

Ein gesetzliches Maximum für übertragene Ferientage gibt es nicht. Praktisch gilt: Nur wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer zustimmen, können Resttage ins neue Jahr verschoben werden. Viele Unternehmen klären das frühzeitig, um Missverständnisse zu vermeiden.

Krankheit während des Urlaubs

Erkrankt man während geplanter Ferientage, verfallen diese nicht. Sie können nachgeholt werden, jedoch muss dies ebenfalls mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden.

Häufige Fragen

Muss ich meinen gesamten Urlaub bis zum 31. Dezember nehmen?

Der Arbeitgeber kann dies verlangen, muss aber eine einvernehmliche Lösung anbieten, wenn Resturlaub besteht.

Wie lange darf ich Resturlaub nachholen, wenn ich krank wurde?

Krankheitsbedingte Ferientage können in Absprache mit dem Arbeitgeber zu einem späteren Zeitpunkt genommen werden, ohne dass ein Verfallsdatum gilt.

Gibt es eine Frist für die Übertragung von Urlaub?

Ein gesetzlicher Zeitrahmen existiert nicht; die Frist wird im Arbeitsvertrag oder durch betriebliche Übung festgelegt.

Siehe auch

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