Wie viel Leistung hat eine Kerze?

Obwohl eine Kerze heute meist für Romantik oder gemütliche Stunden steht, steckt auch eine interessante Physik dahinter. Eine brennende Kerze wandelt das Wachs durch Verbrennung in Wärme und Licht um – und zwar mit durchaus beachtlicher Leistung. Je nach Größe und Bauart verbraucht eine Kerze in einer Stunde etwa 3 bis 8 Gramm Wachs.

Dadurch entsteht eine thermische Heizleistung von rund 38 bis 100 Watt. Das bedeutet: Die Kerze gibt etwa so viel Wärme ab wie ein kleiner Heizlüfter im Mini-Format – allerdings lokal begrenzt und ohne Lüfter, der die Luft verteilt. Der Großteil der Energie wird also als Wärme an die Umgebung abgegeben, nur ein winziger Teil wird tatsächlich in sichtbares Licht umgewandelt.

Genau hier wird es spannend: Die Lichtausbeute einer Kerze liegt bei gerade mal 0,1 bis 0,2 Lumen pro Watt. Zum Vergleich: Eine moderne LED erreicht leicht über 100 Lumen pro Watt – das macht die Kerze zwar hinsichtlich der Energieeffizienz extrem schlecht, aber gerade ihre warme, flackernde Flamme ist es, die den besonderen Charme ausmacht.

Interessant ist auch, dass die Kerze im Vergleich zu früheren Lichtquellen wie der Gaslampe oder sogar der ersten Glühbirne heute eher Symbolcharakter hat. Dennoch bleibt sie ein faszinierendes Beispiel dafür, wie einfachste Mittel Energie freisetzen – wenn auch nicht besonders effizient, dafür umso stimmungsvoller.

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