Finanzierung eines Eigenheims: Was kostet ein 300.000-Euro-Kredit?

Wer heute ein Haus kaufen möchte, steht oft vor der Frage: Wie viel Zinsen muss ich zahlen, wenn ich den gesamten Kaufpreis per Kredit finanzieren lasse? Eine 100-prozentige Finanzierung ohne Eigenkapital ist möglich – allerdings meist mit etwas höheren Zinsen.

Wer beispielsweise 300.000 Euro über eine Bank leiht, musste Mitte 2022 mit einem marktüblichen Zinssatz von etwa 3,63 Prozent effektiv rechnen. Dieser Zinssatz hängt stark von der jeweiligen Bank, der Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und der gewählten Zinsbindung ab. Je länger die Zinsfestschreibung – oft 10, 15 oder sogar 20 Jahre – desto stabiler ist die monatliche Rate, auch wenn sich die Marktzinsen später ändern.

Ohne Eigenkapital zu finanzieren, bedeutet zwar, dass man sofort ein Eigenheim beziehen kann, aber es hat auch Nachteile. Da der Kreditbetrag höher ist, zahlt man über die Jahre deutlich mehr an Zinsen. Zudem haben Käufer mit Eigenkapital oft bessere Verhandlungspositionen bei den Konditionen.

Interessant ist auch: Seit der Erhebung dieser Zahlen im September 2022 sind die Zinsen zeitweise sogar weiter gestiegen – besonders in einem sich wandelnden Zinsumfeld wie 2023 und 2024. Wer heute einen Kredit aufnimmt, sollte daher aktuelle Angebote genau vergleichen. Viele Banken, wie etwa die ING, bieten online individuelle Berechnungen an, um Transparenz zu schaffen.

Letztlich lohnt es sich, nicht nur auf den Zinssatz zu schauen, sondern auch auf Nebenkosten, Tilgungsvorschläge und Flexibilität bei Sondertilgungen. Eine gründliche Planung spart langfristig viel Geld.

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