Wie lange dauert ein Jurastudium in Deutschland?

Wer sich für ein Jurastudium in Deutschland entscheidet, sollte wissen, dass der Weg zum anwaltfähigen Juristen mindestens sieben Jahre dauert. Dieser Weg ist klar geregelt und führt über mehrere feste Stationen.

Die erste Phase ist das Grundstudium an der Universität, das in der Regel sechs Semester, also drei Jahre, umfasst. Hier erwerben Studierende die Grundlagen des Rechts – von Zivilrecht über Strafrecht bis hin zum Öffentlichen Recht. Wer möchte, kann nach diesem Abschnitt einen Bachelor-Abschluss erwerben, der vor allem für Berufe außerhalb der klassischen Anwaltslaufbahn interessant ist, etwa in der Wirtschaft oder Verwaltung.

Die meisten Studierenden setzen jedoch direkt nach dem Bachelor mit dem Master-Vorhaben fort, auch wenn der Abschluss in der Regel nicht ausgesprochen wird. Das Hauptziel bleibt die Vorbereitung auf das erste juristische Staatsexamen, das nach durchschnittlich zwei weiteren Jahren abgelegt wird. Danach folgt das Referendariat – eine zweijährige praktische Ausbildung in Gerichten, Kanzleien, Verwaltungen oder auch im Ausland.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit dem zweiten Staatsexamen. Erst danach darf man sich Rechtsanwalt, Richter oder Staatsanwalt nennen. Wer also den vollen Berufsweg einschlägt, rechnet am Ende mit mindestens sieben Jahren Ausbildung. Wer nur den Bachelor anstrebt, ist nach drei Jahren im Studium fertig – allerdings ohne Zulassung zur Anwaltslaufbahn.

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