Wie viele Quellen braucht eine 70-seitige Masterarbeit?

Die Frage, wie viele Quellen eine Masterarbeit enthalten sollte, beschäftigt viele Studierende – besonders wenn die Arbeit umfangreicher wird. Bei einer 70-seitigen Arbeit gilt als grobe Orientierung: Je nach Fachbereich und Anforderung sollten zwischen 140 und 210 Quellen im Literaturverzeichnis stehen.

Diese Zahlen ergeben sich aus der Faustregel, dass pro Seite zwei bis drei wissenschaftliche Quellen verarbeitet werden. Das bedeutet: Bei 70 Seiten wären mindestens 140 Literaturstellen sinnvoll, um eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema zu zeigen. In anspruchsvolleren Arbeiten, besonders in geistes- oder sozialwissenschaftlichen Disziplinen, ist auch eine Zahl von bis zu 210 Quellen durchaus üblich – und oft sogar notwendig.

Wichtig ist jedoch: Es geht nicht um bloße Quantität. Die Qualität der Quellen spielt eine mindestens ebenso große Rolle. Eine gut recherchierte Arbeit zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Fachbüchern, wissenschaftlichen Artikeln und aktuellen Studien aus. Zitierungen sollten zielgerichtet und inhaltlich sinnvoll sein, nicht nur der Zahl wegen.

Außerdem unterscheiden sich die Erwartungen je nach Hochschule und Betreuer. Manche Dozenten legen Wert auf eine reichhaltige Literaturbasis, andere priorisieren die inhaltliche Tiefe. Es lohnt sich daher, frühzeitig mit dem Betreuer zu klären, welche Erwartungen bestehen.

Zusammenfassend: Eine 70-seitige Masterarbeit sollte durchaus 140 bis 210 Quellen umfassen – aber immer mit Blick darauf, was zum Thema passt und wie gut die Quellen in die Argumentation eingebunden sind. Die Zahl allein macht noch keine gute Arbeit – aber sie kann ein Indikator für gründliche Recherche sein.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen