Wie beeinflusst das eigene Gehalt die spätere Rente?
Die Höhe der gesetzlichen Rente ist kein Zufall, sondern hängt maßgeblich vom eigenen Einkommen während des Erwerbslebens ab. Wer viel verdient, zahlt auch mehr in die Rentenkasse ein und sichert sich somit einen angenehmeren Lebensabend. Doch wie genau wird das berechnet?
Das Herzstück der Rentenberechnung sind die sogenannten Entgeltpunkte, umgangssprachlich auch Rentenpunkte genannt. Jedes Jahr wird das persönliche Bruttoeinkommen mit dem Durchschnittsverdienst aller gesetzlich Versicherten verglichen. Verdient man in einem Jahr exakt so viel wie der Durchschnitt, erhält man genau 1,0 Entgeltpunkt. Liegt das Einkommen darüber, fällt der Wert höher aus; verdient man weniger, bekommt man entsprechend nur einen Bruchteil eines Punktes gutgeschrieben.
Am Ende des Arbeitslebens werden alle gesammelten Punkte zusammengezählt. Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Zugangsfaktor. Wer regulär zum gesetzlich festgelegten Rentenalter in den Ruhestand geht, bei dem beträgt dieser Faktor standardmäßig 1,0. Es gibt jedoch Stellschrauben: Wer früher aufhört, muss mit Abschlägen rechnen. Wer hingegen länger arbeitet und den Renteneintritt nach hinten verschiebt, wird belohnt. Für jeden Monat, den man über die reguläre Altersgrenze hinaus arbeitet, gibt es einen Aufschlag von 0,005 auf den Zugangsfaktor. Das entspricht einem Plus von 0,5 Prozent pro Monat oder 6 Prozent für ein ganzes zusätzliches Jahr Arbeit.
Zusammenfassend gilt: Ein solides Gehalt legt das Fundament für eine gute Rente, aber auch der gewählte Zeitpunkt für den Ruhestand bestimmt maßgeblich, wie viel Geld letztendlich monatlich auf dem Konto landet.
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