Der Bachelor und sein alter Name: Bakkalaureus

Heute ist der Bachelor ein gängiger akademischer Grad, den viele Studierende als ersten berufsbefähigenden Abschluss erwerben. Doch wusstest du, dass dieser Titel früher anders hieß? An einigen Hochschulen, besonders im deutschsprachigen Raum, wurde er noch vor wenigen Jahrzehnten als Bakkalaureus bezeichnet.

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen – „baccalaureus“ – und war ursprünglich an europäischen Universitäten verbreitet. Er stand für einen Absolventen, der die ersten Prüfungen bestanden hatte und damit die Grundlage für einen Beruf in Wissenschaft, Recht oder Theologie legte. In Deutschland war der Name vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert gebräuchlich, bevor er langsam verschwand.

Seit der Umstellung auf das internationale Bologna-System Anfang der 2000er Jahre kehrte der Bachelor als offizieller Studienabschluss zurück – nun aber in der moderneren Schreibweise. Ziel war es, die verschiedenen europäischen Hochschulabschlüsse vergleichbar zu machen und den Studierenden einen reibungslosen Übergang in den Arbeitsmarkt oder in weiterführende Masterstudiengänge zu ermöglichen.

Obwohl „Bakkalaureus“ heute kaum noch verwendet wird, findet man den Begriff gelegentlich in historischen Kontexten oder auf älteren Urkunden. Er bleibt eine interessante Fußnote in der Entwicklung der deutschen Hochschullandschaft – ein Zeugnis dafür, wie sich Bildung wandelt, ohne ihre Wurzeln ganz zu vergessen.

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