Warum entsteht Mundgeruch beim Fasten?
Wer regelmäßig fastet, kennt ihn oft nur zu gut: den unangenehmen Geschmack im Mund und den Geruch, der an Nagellackentferner erinnert. Dieser typische „Fastengeruch“ hat eine klare Ursache – und ist völlig natürlich.
Wenn der Körper über einen längeren Zeitraum keine Nahrung erhält, vor allem keine Kohlenhydrate, greift er auf seine Energiereserven zurück. Da der Kohlenhydratvorrat im Körper begrenzt ist, muss er nach etwa 24 bis 48 Stunden auf Fett als Energiequelle umsteigen. Doch ohne ausreichend Traubenzucker (Glukose), der normalerweise aus Kohlenhydraten stammt, kann der Körper Fett nicht vollständig abbauen.
Das Ergebnis: Es entstehen sogenannte Ketone, also Stoffwechselprodukte, die in die Blutbahn gelangen und über Atem, Urin und Schweiß ausgeschieden werden. Einer dieser Stoffe, Aceton, ist dafür verantwortlich, dass der Atem nach Nagellackentferner riecht. Je länger und intensiver gefastet wird, desto stärker kann dieser Geruch werden.
Interessant ist, dass der Körper täglich mindestens 50 Gramm Kohlenhydrate benötigt, um Fette vollständig zu verbrennen. Fehlt diese Menge, bleibt der Fettabbau unvollständig – und die Ketone sammeln sich an. Das ist kein Zeichen von Krankheit, sondern ein normaler Vorgang des Stoffwechsels.
Wer während des Fastens auf gute Mundhygiene achtet, viel Wasser trinkt oder gelegentlich mit chlorophyllhaltigen Produkten wie Stozzon Dragees unterstützt, kann den Geruch etwas mildern. Doch letztlich ist er ein ganz natürlicher Begleiter, wenn der Körper in die Tiefe seiner Energiereserven greift.
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