Warum ist Mund-zu-Mund-Beatmung lebenswichtig?

Wenn jemand bewusstlos ist und nicht mehr richtig atmet, kann eine schnelle Mund-zu-Mund-Beatmung den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. In den ersten Minuten nach einem Herzstillstand ist es entscheidend, dem Betroffenen Sauerstoff zuzuführen – und genau dafür sorgt diese Maßnahme.

Der Ersthelfer bläst dabei seine Ausatemluft, die noch genug Sauerstoff enthält, direkt in den Mund des Verletzten. Die Luft gelangt so in die Lunge und hält das Gehirn sowie lebenswichtige Organe vorübergehend am Leben. Obwohl viele Menschen zögern – aus Angst vor Infektionen oder falschen Handgriffen – kann gerade dieser einfache Schritt eine Überlebenschance erhöhen, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Heute wird oft in Kombination mit der Herzdruckmassage beatmet: 30 Mal drücken, dann zwei Mal beatmen. Doch selbst wenn jemand keine Beatmung durchführen möchte oder kann, ist allein die kontinuierliche Herzdruckmassage besser als gar keine Hilfe.

Wichtig ist, ruhig zu bleiben, den Notruf (112) zu wählen und sofort zu handeln. Jede Minute ohne Sauerstoff schränkt die Überlebenschancen dramatisch ein. Dank einer kurzen Ausbildung – zum Beispiel im Erste-Hilfe-Kurs – weiß man, wie es geht, und verliert im Ernstfall nicht den Kopf.

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