Wird Mohn aus Mohnblumen gewonnen?
Die leuchtend roten Mohnblumen, die im Sommer an Feldrändern oder in Gärten leuchten, stammen meist von der Art Papaver somniferum – dem sogenannten Schlafmohn. Der Name klingt nach medizinischer oder gar berauschender Nutzung, tatsächlich wird die Pflanze aber auch für die Küche kultiviert. In Deutschland jedoch ausschließlich als Speisemohn.
Der Mohn, den wir aus Bäckereien oder vom Frühstückstisch kennen, stammt von den winzigen Samen, die in den Kapseln der Pflanze reifen. Sobald die Blüten verblüht sind, bilden sich diese Kapseln, aus denen später die etwa 1,5 Millimeter kleinen Körner gewonnen werden. Sie sind geschmackvoll, nussig und bereichern Kuchen, Brote oder Milchspeisen.
Wichtig: In Deutschland ist die Anbauform streng reguliert. Nur Sorten mit minimalem Gehalt an Wirkstoffen dürfen angebaut werden – also solche, die sich nicht für pharmazeutische oder illegale Zwecke eignen. Die Landwirte setzen daher auf ökologisch verträgliche Methoden, wodurch der Speisemohn auch eine vielversprechende Kultur für den Öko-Landbau wird.
Auch wenn die Blüten kurzlebig sind – der Anbau lohnt sich. Nicht nur wegen der optischen Schönheit, sondern auch wegen der wertvollen Samen. Wer also im Sommer rote Blüten auf einem Feld sieht, darf ruhig neugierig werden: Hinter der Schönheit verbirgt sich oft der nächste Mohnkuchen.
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