Wird Plastik im Körper wieder ausgeschieden?

Immer öfter hört man von Mikroplastik – winzige Kunststoffpartikel, die inzwischen fast überall zu finden sind. Wir nehmen sie über das Trinkwasser, aber auch durch bestimmte Lebensmittel auf, ohne es oft zu merken. Die gute Nachricht: Ein Großteil des aufgenommenen Mikroplastiks verlässt unseren Körper wieder, meist über den Stuhl. Der Verdauungstrakt scheidet die meisten Partikel einfach wieder aus, ohne dass sie tiefer ins Gewebe vordringen.

Aber nicht alle Teilchen sind gleich. Nur solche, die kleiner als 0,002 Millimeter sind, können die Darmwand durchdringen und möglicherweise in Organe oder das Blut gelangen. Was mit diesen winzigen Partikeln dann im Körper geschieht, ist noch nicht vollständig erforscht. Es besteht die Sorge, dass sie langfristig Entzündungen auslösen oder sich in Geweben ablagern könnten.

Obwohl die meisten Menschen täglich kleinen Mengen an Mikroplastik ausgesetzt sind, zeigt sich in Studien bisher kein eindeutiger, akuter gesundheitlicher Schaden. Dennoch bleibt die Frage: Wie viel ist zu viel? Und was passiert, wenn sich diese Partikel über Jahre ansammeln?

Die Forschung ist noch am Anfang. Bislang deutet aber vieles darauf hin, dass unser Körper gut damit umgehen kann – zumindest bei den Mengen, denen wir heute ausgesetzt sind. Dennoch: Weniger Plastik in der Umwelt bedeutet automatisch weniger im Körper. Ein guter Grund, auf Nachhaltigkeit zu setzen.

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