Warum mein Hund nicht apportiert – Und was dagegen hilft

Es kann frustrierend sein, wenn der eigene Hund partout nicht apportieren will – besonders, wenn man sieht, wie andere Hunde freudig Bälle zurückbringen. Doch meist steckt kein Ungehorsam dahinter, sondern einfach Überforderung oder fehlende Motivation.

Viele Hundebesitzer üben zu intensiv oder zu lange am Stück. Was für uns wie ein kurzes Spiel erscheint, kann für den Hund eine enorme mentale Anstrengung sein. Wenn die Trainingseinheiten zu fordernd oder zu eintönig sind, verliert er schlichtweg den Spaß daran. Genau wie Menschen brauchen Hunde Pausen, um zu verarbeiten und neue Energie zu tanken.

Ein Zeichen dafür, dass dein Hund überfordert ist, kann sein, dass er sich abwendet, sich hinlegt oder den Gegenstand zwar nimmt, aber nicht zurückbringt. In solchen Fällen ist es oft besser, einfach mal eine Pause einzulegen – nicht nur einen Tag, sondern manchmal sogar ein paar Wochen. Das klingt radikal, hilft aber oft mehr als ständiges Wiederholen des gleichen Befehls.

Wenn du dann wieder einsteigst, fange ganz klein an: mit einem Gegenstand, den dein Hund mag, in einer ruhigen Umgebung und mit viel Lob. Achte darauf, dass das Spiel im Fokus bleibt – nicht die Leistung. Nicht jeder Hund ist von Natur aus ein Apportier-Champion, aber fast jeder kann es lernen, wenn er Lust hat und sich wohlfühlt.

Manchmal reicht ein bisschen Geduld, ein kühler Kopf und der Mut, mal nichts zu tun. Denn am Ende entscheidet der Hund: Entweder er mag es – oder eben nicht. Und das ist auch völlig in Ordnung.

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