Wo liegen die Hände bei der Reanimation?
Im Notfall kann schnelles Handeln Leben retten – besonders bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation). Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist die richtige Handposition. Die Hände gehören in die Mitte des Brustkorbs, auf die untere Hälfte des Brustbeins. Nicht zu weit unten, um die Leber nicht zu verletzen, und nicht zu weit oben, um den Effekt nicht zu schwächen.
So geht’s: Legen Sie den Handballen einer Hand mittig auf die Brust. Die zweite Hand kommt direkt darüber – Finger werden verschränkt oder ineinandergehakt, um Kraft effektiv übertragen zu können. Die Arme sind dabei gestreckt, die Schultern über den Händen – so sorgt Ihr Körpergewicht für die nötige Tiefe.
Die Drucktiefe sollte etwa 5 bis 6 cm betragen, bei einem Rhythmus von etwa 100 bis 120 Kompressionen pro Minute. Wichtig: Nach jedem Druck die Hände ganz aufsetzen lassen, damit das Herz zwischen den Stößen wieder mit Blut gefüllt werden kann.
Viele wissen nicht, wo genau die Hände hinmüssen – dabei ist die Mitte des Brustbeins der sichere Punkt. Ein zu tiefer oder zu seitlicher Druck kann Organe verletzen oder die Wiederbelebung weniger wirksam machen. Deshalb gilt: Üben Sie die Technik im Erste-Hilfe-Kurs – dort lernt man, wie es richtig geht.
Jede Minute zählt, wenn jemand keinen Puls mehr hat. Doch mit der richtigen Handhaltung können Laien entscheidend dazu beitragen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Wer weiß, vielleicht retten Sie eines Tages damit ein Leben.
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