Wie lange dauert die Wiedereinbürgerung in Deutschland?

Wenn ehemalige Deutsche ihre Staatsbürgerschaft zurückerobern möchten, fragen sie oft: Wie lange dauert es, bis alles erledigt ist? Die Antwort lautet: In der Regel etwa drei Jahre.

Die Bearbeitungszeit kann je nach Bundesland und individuellem Fall variieren, doch im Durchschnitt vergehen rund drei Jahre von der Antragstellung bis zur endgültigen Entscheidung. Dies hängt nicht nur von der persönlichen Situation ab, sondern auch davon, wie vollständig die Unterlagen sind und wie schnell die Behörden reagieren.

Die Wiedereinbürgerung richtet sich vor allem an Personen, denen die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund historischer Umstände – etwa durch die NS-Diktatur – entzogen wurde, sowie an ihre Nachkommen. Seit dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht im Jahr 2021 ist der Prozess für viele einfacher geworden, besonders für die Nachfahren von Bürgerkriegsverfolgten.

Wichtig ist, dass alle notwendigen Dokumente wie Nachweise über Vorfahren, Geburtsurkunden oder frühere Pässe vollständig und beglaubigt eingereicht werden. Fehlt etwas, kann sich die Wartezeit erheblich verlängern. Auch ein Sprachnachweis oder die Einbürgerungstest sind in manchen Fällen erforderlich, obwohl oft Ausnahmen gelten, besonders bei historisch Betroffenen.

Wer den Prozess beschleunigen will, sollte daher früh mit der Dokumentensammlung beginnen und sich gegebenenfalls durch Fachanwälte oder Organisationen wie das Auswärtige Amt beraten lassen. Auch wenn die drei Jahre lang erscheinen mögen – für viele ist es der Weg zurück zu einer Identität, die ihnen einst genommen wurde.

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