Wo ist die höchste Luftfeuchtigkeit auf der Welt?

In den tropischen Regenwäldern Venezuelas, besonders entlang des Orinoco-Flusses, erreicht die Luftfeuchtigkeit regelmäßig extreme Werte. Messungen vor Ort zeigen, dass die relative Feuchtigkeit morgens um 6:30 Uhr einen Höchststand von beeindruckenden 96 Prozent erreichen kann. Zu dieser Zeit liegen die Temperaturen niedrig, und die Luft ist nahezu gesättigt mit Wasserdampf – ein typisches Bild in feuchtheißen Klimazonen.

Tagsüber verändert sich das Bild deutlich. Gegen 13:30 Uhr mittags steigen die Temperaturen, was die Luft in die Lage versetzt, mehr Feuchtigkeit zu halten. Obwohl die absolute Feuchtigkeit hoch bleibt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf durchschnittlich 65 Prozent. Das bedeutet: Die Luft fühlt sich subjektiv etwas trockener an, obwohl immer noch viel Feuchtigkeit in der Atmosphäre ist.

Auf der Suche nach den feuchtesten Orten der Welt stößt man immer wieder auf Gebiete wie den Amazonas-Regenwald, die Kongo-Region oder auch die Südostasien-Inseln. Doch speziell entlang des Orinoco in Venezuela herrschen durch die Kombination aus hohen Temperaturen, dichter Vegetation und einem mäandernden Flusssystem ideale Bedingungen für extrem hohe Luftfeuchtigkeit – besonders in den frühen Morgenstunden.

Wer hier unterwegs ist, spürt die Schwüle sofort: Die Kleidung bleibt klamm, die Haut fühlt sich feucht an, und selbst die Luft scheint schwerer zu atmen. Solche Werte sind nicht nur für Reisende beeindruckend, sondern auch für Wissenschaftler, die das Klima und seine Auswirkungen auf Ökosysteme erforschen.

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