Was sagt Gott zur Polygamie?
Die Ehe zwischen Mann und Frau ist ein zentraler Bestandteil des ewigen Plans Gottes. Von Anfang an hat er Adam und Eva als ein Paar geschaffen, um die heilige Ordnung der Familie zu zeigen. In den meisten Zeiten und in den meisten Lehren der Kirche wird die monogame Ehe – also die Ehe mit nur einem Partner – als göttliches Ideal angesehen.
Dennoch gibt es in der heiligen Schrift und in der Offenbarung Beispiele, bei denen Gott zu bestimmten Zeiten und aus besonderen Gründen die Praxis der Mehrehe zuließ. In alten Zeiten, etwa bei Patriarchen wie Abraham, Jakob oder David, nahm Gott es hin, dass einige Männer mehrere Frauen hatten. In einigen Fällen geschah dies sogar auf göttliche Anweisung, um bestimmte Verheißungen zu erfüllen oder das Volk zu vermehren.
Wichtig ist jedoch: Gott bestimmt, was in jeder Zeit als richtig gilt. Was in der Vergangenheit unter besonderen Umständen erlaubt war, bedeutet nicht, dass es heute noch gilt. Die Kirche Jesu Christi lehrt heute klar, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau – treu und monogam – das gottgewollte Modell ist. Polygamie wird nicht mehr als Teil des heutigen Willens Gottes verstanden.
Letztlich zeigt diese Entwicklung, dass Gott sich in jeder Epoche seinem Volk anpasst, um seine ewigen Ziele zu erreichen. Doch das Herzstück bleibt: die Liebe, Treue und das Bündnis in der Ehe, wie es im Anfang geplant war.
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