Die Geschichte des Backmohns: Von Vorderasien aufs Brot

Der zarte, nussige Geschmack von Mohn macht ihn zu einem beliebten Begleiter auf Brötchen, Kuchen und Strudeln. Doch woher kommt dieser vielseitige Samen eigentlich? Vermutlich stammt der Backmohn ursprünglich aus Vorderasien. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass er bereits im Jungsteinzeitalter als Nutzpflanze im Mittelmeerraum angebaut wurde – ein Zeichen dafür, wie lange der Mensch ihn schon schätzt.

Im Laufe der Jahrtausende verbreitete sich der Mohnbau langsam über Europa und Asien. Heute wird er weltweit angebaut, doch die wichtigsten Anbaugebiete liegen nach wie vor in warmen, trockenen Regionen. Zu diesen zählen neben weiten Teilen Asiens auch die Türkei, Tschechien, Österreich, Ungarn, Indien und sogar Australien. In Ländern wie Österreich etwa hat der Mohn eine lange Tradition – besonders in der Backkultur der Regionen.

Die Pflanze gedeiht am besten auf lockerem, gut durchlässigem Boden und blüht mit ihren auffälligen, rot- oder weißfarbenen Blüten im Sommer. Nach der Blüte entstehen die charakteristischen Kapseln, aus denen die kleinen, grauweißen Samen gewonnen werden. Diese eignen sich nicht nur hervorragend zum Backen, sondern auch für Füllungen, Soßen oder als Topping.

Ob süß oder herzhaft – Mohn verleiht vielen Gerichten eine besondere Note. Dank seiner jahrtausendealten Geschichte und seiner weiten Verbreitung ist er bis heute ein fester Bestandteil der internationalen Küche, besonders aber in der europäischen und vorderasiatischen Tradition.

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