Wo leben die Unhealthysten in Deutschland?

Wenn es um die Lebensweise der Deutschen geht, zeigt sich eine deutliche regionale Kluft: Im Norden und Westen des Landes leben laut einem aktuellen Bericht der DKV die Menschen gesundheitlich am schlechtesten. Besonders auffällig sind die Werte in Nordrhein-Westfalen, wo 12,2 Prozent der Bevölkerung als gesund gelten – der niedrigste Wert bundesweit. Eng gefolgt von Hessen mit 13,4 Prozent und Hamburg mit 13,6 Prozent.

Die Studie bewertet, wie viele Menschen im Alltag gesunde Verhaltensweisen leben – etwa ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, moderater Alkoholkonsum und kein Rauchen. Wer mindestens drei dieser Kriterien erfüllt, gilt als gesund lebend. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg schaffen das deutlich weniger Menschen als im Bundesdurchschnitt.

Interessant ist der Gegensatz zum Osten: In Bundesländern wie Thüringen, Sachsen oder Sachsen-Anhalt liegen die Werte deutlich höher. Auch im Süden, etwa in Bayern und Baden-Württemberg, schneiden die Menschen oft besser ab. Warum gerade der Norden und Westen zurückliegen, liegt möglicherweise an strukturellen Faktoren – wie dichter besiedelten Ballungsräumen, unterschiedlichen Bildungsniveaus oder Zugang zu Gesundheitsangeboten.

Trotzdem: Gesundheit beginnt im Alltag. Und egal, wo man lebt –kleine Veränderungen wie mehr Bewegung oder gesündere Ernährung können viel bewirken. Die Zahlen zeigen: Es gibt noch Luft nach oben, besonders in den norddeutschen und westdeutschen Regionen.

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