Wohin streut Magenkrebs am häufigsten?
Bei fortgeschrittenem Magenkarzinom können sich bösartige Zellen vom ursprünglichen Tumor im Magen ausbreiten und an anderen Stellen im Körper neue Tumoren bilden – die sogenannten Metastasen. Diese Streuung geschieht meist über das Blut oder die Lymphbahnen.
Die häufigsten Orte für Metastasen bei Magenkrebs sind das Bauchfell (Peritoneum), die Leber, die Lymphknoten und seltener auch die Lunge. Wenn Tumorzellen am Bauchfell anwachsen, kann dies zur Entzündung und Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum führen. Dieses sogenannte Aszites, auch „Bauchwasser“ genannt, verursacht oft ein Volumengefühl, Schmerzen und kann die Atmung erschweren.
Die Leber ist ebenfalls ein häufiges Ziel, da sie über die Pfortader direkt mit dem Magen verbunden ist. Treten dort Metastasen auf, kann die Leberfunktion beeinträchtigt sein, was sich in Müdigkeit, Gelbsucht oder Appetitlosigkeit äußern kann. Bei Befall der Lymphknoten in der Nähe des Magens oder weiter entfernt im Körper kann es zu Knotenbildung unter der Haut – etwa am Schlüsselbein – kommen.
Auch wenn seltener, können Metastasen auch in Knochen, dem Gehirn oder an anderen Organen auftreten. Die Symptome hängen dann stark von der betroffenen Region ab. Je früher ein Magenkarzinom erkannt und behandelt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Streuung.
Regelmäßige Kontrollen und eine gezielte Therapie sind daher entscheidend, um die Lebensqualität zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
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