Der kleine Gruß mit großer Tradition
Wer zur Mittagszeit in Teilen Westdeutschlands oder in Österreich unterwegs ist, hört oft ein kurzes, prägnantes Wort: Mahlzeit! Doch woher kommt dieser eigentümliche Gruß, der im Büro, auf der Baustelle oder in der Mittagspause so selbstverständlich über die Lippen geht?
Ursprünglich handelte es sich dabei um eine verkürzte Form des traditionellen Wunschs „Gesegnete Mahlzeit!“, den man früher vor dem Essen aussprach. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bedeutung jedoch stark. Heute ist das Wort längst mehr als nur der Wunsch nach gutem Appetit. Besonders im Berufsleben hat es sich zu einer echten Allzweckwaffe zur Mittagszeit entwickelt. Egal ob man Kollegen im Flur begegnet oder die Kantine betritt – ein kurzes „Mahlzeit“ reicht völlig aus, um freundlich Hallo zu sagen, ohne viele Worte zu verlieren.
Wer auf Nummer sicher gehen will, nutzt den Gruß am besten zwischen elf und vierzehn Uhr. Danach wechselt man im deutschsprachigen Raum dann doch lieber wieder zum klassischen „Guten Tag“.
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