Der Schulp vom Tintenfisch – ein Fund am Strand
Wer schon einmal am Strand entlangspaziert ist, kennt sie vielleicht: kleine, weiße, längliche Gebilde, die wie durchsichtige Muscheln aussehen. Das ist der Schulp – oder besser gesagt, die Tintenfischschale. Viele wissen nicht, dass dieser zarte Fund einmal Teil eines lebenden Tintenfisches war.
Der Schulp ist kein Knochen, sondern ein flexibles, inneres Rückenschild, das dem Tintenfisch beim Schwimmen Halt gibt. Bei lebenden Tieren sitzt er innen entlang der Rückenseite und stützt den Körper – ähnlich wie ein Rückgrat, nur viel weicher. Interessanterweise verlieren Tintenfische diesen Schulp nach ihrem Tod häufig, weshalb man im Wasser eher die leere Hülle als das Tier selbst findet.
Daher ist es kein Wunder, dass man an Küsten wie an der Nordsee oft nur die Schulpen im Sand entdeckt. Die Tiere selbst sind weitaus seltener zu sehen – sie ziehen durch die Tiefsee und legen dabei beeindruckende Strecken zurück. Wer einmal einen Schulp aufhebt, hält also ein Relikt eines schweigsamen Meeresbewohners in Händen, der faszinierend und doch so rätselhaft bleibt.
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