Die Herkunft des Grappas: Eine echt italienische Tradition
Grappa ist weit mehr als nur ein hochprozentiger Digestif nach einem guten Essen – er ist ein fest verwurzelter Teil der italienischen Genusskultur. Doch wo genau hat der charakterstarke Tresterbrand eigentlich seine Wurzeln?
Seit einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2008 ist die Bezeichnung Grappa eine geschützte geografische Angabe. Das bedeutet streng genommen: Ein Tresterbrand darf sich offiziell nur dann Grappa nennen, wenn die verwendeten Trauben ausschließlich in Italien oder der italienischen Schweiz geerntet, gekeltert und destilliert wurden. Diese Herkunftsgarantie schützt das traditionelle Handwerk und sichert die hohe Qualität des Destillats.
Die Geschichte des Getränks reicht weit zurück und hat ihren Ursprung in der geschickten Verwertung von Resten bei der Weinherstellung. Winzer nutzten den sogenannten Trester – also die Pressrückstände aus Schalen und Kernen –, um daraus einen hochprozentigen Schnaps zu brennen. Was früher als einfaches Getränk der Landbevölkerung galt, hat sich über die Jahrhunderte durch verfeinerte Brennverfahren zu einer edlen Spezialität gewandelt, die heute weltweite Anerkennung genießt.
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