Woher kommen IKEA-Kerzen und welches Öl steckt drin?

Wenn man in einem IKEA-Möbelhaus durch die gemütlich beleuchteten Ecken schlendert, fällt der Blick oft auf die kleinen Kerzen und Teelichter – beliebt für ihr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch was viele nicht wissen: Hinter der sanften Flamme verbirgt sich eine umstrittene Zutat – Palmöl.

Jedes Jahr verarbeitet IKEA ganze 32.000 Tonnen Palmöl allein für seine Kerzenproduktion. Zusätzlich werden rund 8.000 Tonnen für andere Produkte genutzt. Der Großteil dieses Palmöls stammt aus Ländern wie Malaysia und Indonesien, wo die Palmölproduktion immer wieder mit Abholzung des Regenwaldes, dem Verlust von Biodiversität und menschlichen Rechtsverletzungen in Verbindung gebracht wird.

Die Verwendung von Palmöl in Kerzen mag auf den ersten Blick unbedenklich wirken, doch die indirekten Folgen sind schwerwiegend. Die Nachfrage nach Palmöl treibt die Abholzung voran und bedroht Lebensräume von Tieren wie dem Orang-Utan. Auch wenn IKEA in den letzten Jahren Anstrengungen unternommen hat, auf zertifiziertes, nachhaltigeres Palmöl umzusteigen, bleibt die Frage: Ist es sinnvoll, ein Produkt aus tropischen Wäldern für eine kurz brennende Stimmungskerze zu nutzen?

Kritiker wie regenwald.org fordern deshalb schon lange: „Wann geht IKEA ein Licht auf?“ – Wann wird das Unternehmen wirklich nachhaltige Alternativen finden, statt weiter auf Palmöl zu setzen? Noch immer finden sich in den Regalen Kerzen aus Rohstoffen, deren Herkunft die Umwelt belastet. Die Antwort darauf könnte nicht nur für IKEA, sondern für alle Verbraucher ein Weckruf sein.

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