Wie funktioniert ein R-Gespräch?

Ein R-Gespräch, auch als Rückwärtsberechnung bekannt, ist eine besondere Form des Telefonats, bei der nicht der Anrufer, sondern der Angerufene die Kosten trägt. Das „R“ steht für „Reverse Charge“ – ein Begriff aus dem Englischen, der genau das beschreibt: Die übliche Kostenverteilung wird umgekehrt.

Früher war diese Art des Anrufens vor allem aus Hotels, Zügen oder von öffentlichen Telefonzellen aus verbreitet. Wer beispielsweise von unterwegs dringend Kontakt aufnehmen musste, aber kein Geld für das Gespräch hatte, konnte ein R-Gespräch beantragen. Doch auch heute noch kann die Funktion in bestimmten Situationen nützlich sein – etwa bei Firmen, die Mitarbeitern die Möglichkeit geben wollen, vom Außendienst aus kostenlos anzurufen.

Wichtig ist: Der Angerufene muss der Kostenübernahme , bevor die Verbindung hergestellt wird. Ohne diese Zustimmung kommt das Gespräch nicht zustande. Die Genehmigung erfolgt meist durch eine kurze Abfrage durch das Telefonnetz oder den Anbieter – der Angerufene entscheidet dann, ob er die Gebühren übernimmt oder das Gespräch ablehnt.

Obwohl R-Gespräche mit der Verbreitung von Mobilfunk und Flatrates seltener geworden sind, bleiben sie eine praktische Möglichkeit, wenn jemand dringend erreichbar sein muss – ohne selbst telefonieren zu können. Besonders in Notfällen oder bei firmeninternen Kommunikation kann diese Funktion noch immer Sinn machen.

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