Warum heißt der Käsekuchen eigentlich Käsekuchen?

Wer an einen saftigen Käsekuchen denkt, hat meist den süßen Duft von Vanille, mürbem Teig und einer cremigen Füllung im Kopf. Doch eine Frage sorgt immer wieder für Erstaunen: Warum spricht man von Käse, obwohl gar kein Schnittkäse wie Gouda oder Emmentaler darin steckt?

Die Antwort liegt in der Hauptzutat des beliebten Gebäckklassikers. Für die Füllung wird traditionell Quark verwendet. Aus lebensmitteltechnischer Sicht ist Quark ein ungereifter Frischkäse und damit die direkte Vorstufe von Käse. Für unsere Vorfahren war es daher völlig naheliegend, dem Kuchen diesen Namen zu geben.

Schon in der Antike schätzte man Speisen, bei denen frischer Quark mit Süßungsmitteln und Mehl gebacken wurde. Über die Jahrhunderte verfeinerten Bäckermeister die Rezepturen zur heutigen Leckerei, doch die historische Bezeichnung blieb erhalten. Wenn Sie also das nächste Mal ein Stück genießen, wissen Sie: Es ist zwar kein klassischer Hartkäse enthalten, aber ein echtes Stück kulinarische Tradition.

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