Woher kommt der ganze Rotz bei Erkältung?

Wenn die Nase läuft oder verstopft ist, fragen sich viele: Woher kommt all der Schleim bloß? Die Antwort liegt in der Nasenschleimhaut. Diese feuchte Innenschicht kleidet nicht nur die Nasenhöhle, sondern auch die Nasennebenhöhlen aus – und das aus gutem Grund.

Die Schleimhaut trägt ihren Namen zu Recht: Sie produziert Schleim, um die eingeatmete Luft zu befeuchten und Schmutz, Viren oder Pollen abzufangen. Normalerweise ist der Schleim dünn und unscheinbar – wir schlucken ihn einfach, ohne es zu merken. Doch bei einer Erkältung oder allergischen Reaktion ändert sich alles.

Bei einer Entzündung wird die Schleimhaut stärker durchblutet, schwillt an und wird empfindlich. Die Blutgefäße in der Haut werden durchlässiger, Flüssigkeit tritt aus und wird von speziellen Zellen in vermehrten Schleim umgewandelt. Das ist der Körper’s Versuch, die Eindringlinge – etwa Viren – schneller auszuspülen.

Deshalb läuft bei Schnupfen die Nase ständig, oder es fühlt sich an, als wäre sie verstopft. Am Anfang ist der Rotz oft klar und wässrig, später kann er dick und gelblich-grünlich werden, weil sich abwehrende Zellen und abgestorbene Erreger darin sammeln.

Der ganze Schleim ist also kein Zufall, sondern ein Zeichen, dass der Körper hart arbeitet. Unangenehm? Ja. Aber auch völlig normal – und meistens harmlos. In den meisten Fällen legt sich der Schnupf von allein, wenn der Körper den Eindringling erfolgreich abgewehrt hat.

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