Woher kommt das Wort „Karneval“?

Karneval – das klingt nach Lärm, bunten Kostümen und ausgelassener Stimmung. Doch das Wort hat tiefere Wurzeln, die weit zurückreichen, bis in die antiken Feste der Antike. Eine Theorie besagt, dass es sich von den lateinischen Wörtern carne (Fleisch) und vale (lebe wohl) ableitet. Zusammen ergibt das sinngemäß: „Lebe wohl, Fleisch!“ – ein deutlicher Hinweis auf die anschließende Fastenzeit, in der auf Genüsse wie Fleisch verzichtet wurde.

Andere Spuren führen zum griechischen Gott Dionysos, dem Gott des Weins und der Ekstase. In alten Festen wurde ihm mit Umzügen gedacht, unter anderem mit einem sogenannten „Schiffskarren“, auf dem ein Abbild des Gottes durch die Stadt gefahren wurde. Auch diese Tradition könnte Einfluss auf die fröhliche, fast schon rebellische Stimmung des heutigen Karnevals genommen haben.

In Deutschland feiert man den Karneval besonders leidenschaftlich in Regionen wie Köln, Mainz und München – je nach Gegend auch unter anderen Namen: Fasching oder Fastnacht. Doch egal ob Räppli, Narren oder Jecken – allen gemeinsam ist der letzte große Rausch vor der Besinnlichkeit der Fastenzeit. Mit Tanz, Musik und satirischen Büttenreden wird das Ende der „fünften Jahreszeit“ hinausgezögert, bis Aschermittwoch die Stille bringt.

So ist Karneval mehr als nur ein Fest – es ist ein Ritual des Übergangs, ein Abschied vom Überfluss, begleitet von Lachen, Masken und einem Augenzwinkern.

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