Warum Audiodeskription wichtig ist

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor dem Fernseher, können aber nur die Dialoge hören – Szenen wechseln, doch Sie merken es kaum. Genau hier kommt die Audiodeskription ins Spiel. Sie macht Fernsehen für blinde und sehbehinderte Menschen erlebbar, indem sie das Gezeigte in Worte fasst: Was passiert gerade auf dem Bildschirm? Wer bewegt sich wie? Welche Stimmung herrscht?

Die Audiodeskription erklärt, was man nicht sehen kann. Während der Dialoge bleibt meist kein Platz dafür – also wird der beschreibende Text in die stillen Passagen zwischen den Sprechblasen hineingelegt. Dafür schreiben speziell geschulte Hörfilmautoren ein genaues Manuskript, das den Ablauf des Films sprachlich begleitet. Diese Texte entstehen oft in enger Zusammenarbeit mit den Fernsehredaktionen, die die Produktion in Auftrag geben.

Im Anschluss werden die Beschreibungen von professionellen Sprechern im Tonstudio aufgenommen. Die Stimmen müssen klar, präzise und doch unaufdringlich sein – schließlich soll der Zuschauer die Geschichte verstehen, ohne vom eigentlichen Geschehen abgelenkt zu werden. Die fertige Audiodeskription wird dann als zuspurspurgenauer Tonkanal ausgestrahlt, der über den Fernseher oder Streaming-Dienste abrufbar ist.

Ob im öffentlich-rechtlichen Fernsehen oder auf Streaming-Plattformen – immer mehr Inhalte werden audiodeskribiert. Auf ard-digital.de finden Interessierte nicht nur technische Hinweise, sondern auch Hintergrundinfos zur Entstehung und zum Empfang der Audiodeskription. So wird Fernsehen Stück für Stück zugänglicher für alle – egal, ob man sieht oder hört.

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