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Ein fast unbekannter Faktor beim Übergang

Viele Versicherte übersehen, dass eine bewilligte Erwerbsminderungsrente rückwirkend zu Rentenminderungen oder Verrechnungen mit bereits bezahlten Leistungen wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld führen kann. Wenn die Rentenversicherung eine EM-Rente rückwirkend bewilligt, fordert die Krankenkasse oder Agentur für Arbeit oft gezahlte Beträge zurück. Dies kann zu überraschenden Rückzahlungsforderungen führen, obwohl monatlich ohnehin weniger Geld zur Verfügung steht. Zudem mindern sich bei einer vorgezogenen Altersrente die Rentenansprüche dauerhaft um bis zu 10,8 Prozent, was bei der langfristigen Finanzplanung unbedingt einkalkuliert werden muss.

Häufige Fragen (FAQ)

Kann Krankengeld nahtlos in eine EM-Rente übergehen?
Nein, da die Bearbeitungszeit von Rentenanträgen oft länger dauert als die maximale Krankengeldbezugsdauer von 78 Wochen, entsteht häufig eine Lücke, die durch die Nahtlosigkeitsregelung beim Arbeitslosengeld überbrückt werden muss.

Ist die Erwerbsminderungsrente steuerpflichtig?
Ja, je nach Jahr des Rentenbeginns und Rentenanteil unterliegt ein Teil der EM-Rente der nachgelagerten Besteuerung, weshalb steuerliche Freibeträge geprüft werden sollten.

Darf man während des Krankengelds etwas hinzuverdienen?
Grundsätzlich nein. Jegliche ungenehmigte Erwerbstätigkeit gefährdet den Anspruch auf Krankengeld, da sie der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit widerspricht.

Wie hoch ist der Abschlag bei einer vollen Erwerbsminderungsrente?
Bei einem vorzeitigen Bezug vor der regulären Altersgrenze beträgt der gesetzliche Abschlag pauschal 10,8 Prozent.

Fazit und Handlungsempfehlung

Wer vor der Wahl steht, sollte das Krankengeld so lange wie möglich ausschöpfen, da es im Vergleich zur meist niedrigeren Erwerbsminderungsrente die deutlich bessere finanzielle Absicherung bietet. Lassen Sie sich bei drohender Aussteuerung frühzeitig von Fachleuten beraten, um teure Versorgungs- und Rentenlücken zu vermeiden.