Der ewige Stolperstein: „Wen“ oder „wenn“ richtig unterscheiden

Die deutsche Rechtschreibung hält einige Fallen bereit, die selbst geübte Schreiberinnen und Schreiber gelegentlich ins Straucheln bringen. Zu den absoluten Klassikern unter den Unsicherheiten gehört die Frage: Schreibt man das Wort mit einem n („wen“) oder mit doppeltem n („wenn“)? Obwohl die beiden Begriffe phonetisch nah beieinander zu liegen scheinen und im schnellen Schreibfluss rasant verwechselt werden, erfüllen sie im Satzgefüge völlig unterschiedliche grammatikalische Funktionen. Wer den Code hinter den Wortarten knackt, wird nie wieder rätseln müssen.

Das Geheimnis hinter „wen“ (mit einem n)

Das Wort wen ist primär ein Pronomen – genauer gesagt handelt es sich um die Akkusativform (den vierten Fall) des Frageworts wer. Immer dann, wenn in einem direkten oder indirekten Fragesatz nach einer Person im Akkusativ gefragt wird, kommt exakt dieses einfache n zum Einsatz.

  • Beispiel für eine direkte Frage:Wen hast du gestern eigentlich auf der Party getroffen?“

  • Beispiel für eine indirekte Frage: „Ich weiß absolut nicht, wen ich zu meinem Geburtstag einladen soll.“

Eine bewährte Methode zur Überprüfung ist die sogenannte Ersatzprobe: Lässt sich die Stelle im Satz durch ein anderes Akkusativpronomen wie ihn, sie oder einen konkreten Personennamen ersetzen, ist die Variante mit nur einem n die einzig korrekte Wahl. Zielt das Gesagte demnach auf ein menschliches Objekt ab, ist der Fall klar.