Wann ist eine Überweisung zum Facharzt nicht nötig?
Seit der Abschaffung der Praxisgebühr im Jahr 2013 hat sich für viele Patienten die Frage erübrigt, ob sie für einen Besuch beim Facharzt unbedingt eine Überweisung vom Hausarzt benötigen. Grundsätzlich gilt: Eine Überweisung ist heute nicht mehr zwingend vorgeschrieben – zumindest nicht für die meisten Fachärzte. Das bedeutet: Sie können in vielen Fällen direkt einen Termin bei einem Facharzt vereinbaren, ohne vorher Ihren Hausarzt aufsuchen zu müssen.
Es gibt jedoch Ausnahmen. Bei bestimmten Spezialisten wie Radiologen, Nuklearmedizinern oder Ärzten mit eingeschränkter Zulassung benötigen Sie nach wie vor eine Überweisung, um die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen zu bekommen. Ohne das entsprechende Formular könnte es sonst zu Problemen mit der Abrechnung kommen.
Trotzdem entscheiden viele Fachärzte selbst, ob sie ohne Überweisung einen Patienten behandeln. Manche Praxen verlangen sie weiterhin, um den Behandlungsverlauf besser nachvollziehen zu können oder aus organisatorischen Gründen. Auch Hausärzte wie Dr. Dominik Pütz aus Darmstadt weisen regelmäßig auf die Bedeutung einer sinnvollen Koordination zwischen Haus- und Facharzt hin – nicht aus Formalismus, sondern um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
Wenn Sie unsicher sind, lohnt es sich daher, vorab bei der Praxis anzurufen und nachzufragen. So sparen Sie Zeit – und vermeiden Ärger mit den Krankenkassen. Letztlich geht es nicht um Bürokratie, sondern um eine sinnvolle, patientenorientierte Medizin, bei der alle Ärzte im Team arbeiten.
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