Der durchschnittliche Fleischverbrauch eines Deutschen

Im Durchschnitt isst eine Person in Deutschland pro Jahr etwa 88,2 Kilogramm Fleisch. Diese Zahl mag vielen überraschend erscheinen – besonders wenn man bedenkt, was sie über die gesamte Lebenszeit bedeutet. Nach Berechnungen des Vegetarierbundes VEBU kommt ein durchschnittlicher Deutscher im Laufe seines Lebens auf den Konsum von insgesamt über 1094 Tiere. Dazu zählen vor allem Hühner, Schweine und Rinder, aber auch Schafe und andere Nutztiere.

Ein Großteil des Fleisches landet dabei auf dem Teller in Form von Wurst, Schnitzel oder anderen verarbeiteten Produkten. Viele Verbraucher denken selten darüber nach, wo das Fleisch herkommt und wie viele Lebewesen dafür sterben. Selbst wer nur gelegentlich Fleisch isst, trägt zu diesem Verbrauch bei. Die Zahlen zeigen, wie stark die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland noch immer auf tierischen Produkten basieren.

Seit den 2010er Jahren ist zwar ein leichter Rückgang im Fleischkonsum zu beobachten – besonders bei jüngeren Generationen, die verstärkt auf vegetarische oder vegane Ernährung setzen. Doch immer noch liegt der durchschnittliche Verzehr weit über dem, was viele als nachhaltig oder tiergerecht ansehen. Die Diskussion über Massentierhaltung, Umweltbelastung und gesundheitliche Auswirkungen wird dadurch immer dringlicher.

Ob man nun selbst auf Fleisch verzichtet oder einfach bewusster einkauft – jeder kleinere Schritt kann einen Unterschied machen. Die Tatsache, dass jeder Mensch im Leben über tausend Tiere isst, regt jedenfalls zum Nachdenken an.

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