Abgekühlte Kartoffeln: weniger Kalorien, aber nur leicht
Wer glaubt, dass Kartoffeln vom Vortag an Kalorien und Kohlenhydraten verlieren, liegt nur teilweise falsch. Tatsächlich ändert sich der Kaloriengehalt leicht, wenn man sie richtig lagert – aber der Unterschied ist nicht riesig.
Was viele nicht wissen: Wenn gekochte Kartoffeln oder Nudeln abkühlen, verändert sich ihre Stärke. Ein Teil wandelt sich in sogenannte resistente Stärke um. Diese wird im Dünndarm nicht vollständig verdaut, sondern gelangt weitgehend unverändert in den Dickdarm, wo sie wie Ballaststoffe wirkt. Das bedeutet: Weniger Kalorien werden vom Körper aufgenommen.
Der Effekt tritt allerdings erst ein, wenn die Kartoffeln mindestens mehrere Stunden abgekühlt wurden – idealerweise im Kühlschrank. Wer sie direkt nach dem Kochen isst, verpasst diesen Vorteil.
Interessant: Der Unterschied im Kaloriengehalt ist zwar messbar, aber nicht riesig. Bei 200 Gramm gekochten Kartoffeln spart man so vielleicht 20 bis 30 Kalorien – kein Wundermittel für die Figur, aber eine kleine Hilfe, wenn man auf Ernährung achtet.
Wichtig: Auch abgekühlte Kartoffeln sind gesund und liefern wertvolle Nährstoffe wie Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe. Wer sie am nächsten Tag isst, sollte sie aber sicher lagern – maximal zwei Tage im Kühlschrank – und vor dem Verzehr gründlich erhitzen, um Keime zu vermeiden.
Also ja: Kartoffeln vom Vortag haben etwas weniger Kalorien, besonders wenn sie gut abgekühlt wurden. Aber der Geschmack und die Nährstoffe bleiben – und das macht sie zu einer sinnvollen Wahl für Resteverwertung.
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