Wie viele Arme hat ein Oktopus wirklich?

Die Frage, ob ein Oktopus Arme oder Tentakel hat, führt leicht zur Verwirrung – vor allem, weil Tintenfische wie Kalmare, Sepien und Oktopusse oft miteinander verwechselt werden. Dabei gibt es klare Unterschiede.

Oktopusse besitzen acht lange, fühlige Arme, die über ihre gesamte Länge mit Saugnäpfen bestückt sind. Diese Arme sind hochbeweglich und können tasten, greifen und sogar lernen – jedes Armende hat eine gewisse Eigenintelligenz. Im Gegensatz dazu haben Kalmare und Sepien zehn Fortsätze: acht Arme und zwei zusätzliche, längere Fangarme, die man als Tentakel bezeichnet.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Struktur: Bei Kalmaren sitzen die Saugnäpfe nur an den Spitzen der beiden Tentakel, während Oktopusse auf allen acht Armen Saugnäpfe entlang der gesamten Länge haben – und keine Tentakel im engeren Sinne besitzen.

Die Bezeichnung „Tentakel“ wird oft umgangssprachlich für alle diese Fortsätze verwendet, fachlich gesehen ist sie aber bei Oktopussen nicht ganz korrekt. Ihre acht Glieder sind echte Arme – vielseitig, stark und feinfühlig. Jeder dieser Arme kann fast selbstständig agieren, was dem Oktopus erstaunliche Fähigkeiten im Jagdverhalten und in der Fortbewegung verleiht.

So unterschiedlich die Tiere auch sein mögen – sie alle gehören zur Gruppe der Kopffüßer und beeindrucken durch ihre Intelligenz und Anpassungsfähigkeit. Der Oktopus mit seinen acht Armen bleibt dabei eines der rätselhaftesten und faszinierendsten Wesen der Meere.

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