Die Vergangenheitsform im Deutschen: Das Plusquamperfekt
Wenn man über etwas spricht, das schon abgeschlossen war, bevor etwas anderes in der Vergangenheit geschah, benutzt man im Deutschen oft das Plusquamperfekt. Diese Zeitform hilft, die Reihenfolge von Ereignissen klar darzustellen.
Nehmen wir an, du erzählst eine Geschichte: „Nachdem ich nach Hause gekommen war, hatte ich Hunger.“ Hier ist das „hatte gemacht“ – oder genauer: „hatte gegessen“ – ein Beispiel für das Plusquamperfekt. Es zeigt an, dass die Handlung (Essen) vor einer anderen Vergangenheitshandlung stattgefunden hat.
Die Bildung ist einfach: Man nimmt das Hilfsverb haben oder sein in der Vergangenheitsform (hatte) und fügt das Partizip Perfekt des Verbs hinzu. Bei „machen“ heißt das: „hatte gemacht“. Die Konjugation sieht dann so aus:
- ich hatte gemacht
- du hattest gemacht
- er/sie/es hatte gemacht
- wir hatten gemacht
- ihr hattet gemacht
- Sie/sie hatten gemacht
Das Plusquamperfekt wird besonders in geschriebenen Texten, Berichten oder Erzählungen verwendet. In der Alltagssprache sagen viele oft „hat gemacht“ statt „hatte gemacht“, aber korrekt ist die Form mit „hatte“.
Wer sicher im Ausdruck sein möchte, sollte diese Form beherrschen – sie macht die Sprache präziser und natürlicher, besonders wenn es um vergangene Geschehnisse mit mehreren Zeitpunkten geht.
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